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Sportwetten PayPal Alternativen Schweiz – Welche Zahlungsmethoden wirklich funktionieren

Vergleich digitaler Zahlungsmethoden für Schweizer Sportwetten als Alternative zu PayPal

Ladevorgang...

Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Schweizer Wettfans PayPal vergessen sollten
  2. Skrill und Neteller – Die klassischen E-Wallet-Alternativen
  3. Paysafecard – Anonyme Einzahlung ohne Konto
  4. Kreditkarte und Banküberweisung im Wettkontext
  5. Kryptowährungen und neue Zahlungswege
  6. Alle Alternativen im direkten Vergleich
  7. Der JetonCash-MiFinity-Umweg – Funktioniert das?
  8. Die beste Wahl hängt vom Spielverhalten ab
  9. Was Schweizer Wettfans über Zahlungsalternativen wissen wollen

Warum Schweizer Wettfans PayPal vergessen sollten

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ein Leser mir schrieb: „Ich habe alles versucht – PayPal lehnt jede Einzahlung auf mein Wettkonto ab.“ Er hatte drei Stunden mit dem PayPal-Support telefoniert. Ohne Ergebnis. Was ihn frustrierte, ist für mich seit Jahren Berufsalltag: PayPal und Schweizer Sportwetten passen schlicht nicht zusammen.

Der Grund ist nicht technischer Natur. PayPal hält 45,52 Prozent des globalen Online-Zahlungsmarktes und verarbeitet über 50 000 Transaktionen pro Minute. An der Infrastruktur liegt es also nicht. Das Problem sitzt tiefer – im Zusammenspiel zwischen PayPals eigener Glücksspielrichtlinie und dem Schweizer Geldspielgesetz, das seit 2019 den Markt reguliert. Swisslos und Loterie Romande sind die einzigen legalen Anbieter für Sportwetten in der Schweiz, und keiner von beiden bietet PayPal an. Ausländische Buchmacher, die PayPal akzeptieren, sind über die Netzsperre blockiert.

Statt also weiter einem Phantom nachzujagen, lohnt sich der Blick auf Zahlungsmethoden, die in der Schweiz tatsächlich funktionieren. In sieben Jahren als Zahlungsexperte im Wettmarkt habe ich jede relevante Alternative getestet – von klassischen E-Wallets über Prepaid-Karten bis hin zu Kryptowährungen. Dabei habe ich eine Sache gelernt, die den meisten Ratgebern im deutschsprachigen Raum entgeht: Der Schweizer Markt funktioniert fundamental anders als der deutsche oder österreichische. Was in München oder Wien problemlos klappt, ist in Zürich oder Basel oft eine Sackgasse. Das Geldspielgesetz von 2019 hat den Markt nicht nur reguliert – es hat ihn in eine eigene Umlaufbahn geschickt, die mit den DACH-Nachbarn kaum noch vergleichbar ist.

Hier ist mein ehrlicher Überblick über jede einzelne Alternative: Was funktioniert, was nicht, und wo versteckte Haken lauern, die man erst bemerkt, wenn es zu spät ist.

Skrill und Neteller – Die klassischen E-Wallet-Alternativen

Wer PayPal sucht, landet fast automatisch bei Skrill und Neteller. Beide gehören zur Paysafe Group und wurden – anders als PayPal – von Anfang an mit dem Wettmarkt im Hinterkopf entwickelt. Neteller hiess in seinen Anfangsjahren sogar „Neteller“ als Kurzform für „Net Teller“, weil es gezielt Online-Gambling-Transaktionen abwickeln sollte. Diese DNA spürt man bis heute.

Skrill hat sich als E-Wallet bei internationalen Buchmachern durchgesetzt. Die Registrierung läuft über eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und eine Identitätsprüfung. Sobald das Konto verifiziert ist, lassen sich Einzahlungen auf Wettkonten in Sekunden abwickeln. Die Standardgebühr für Einzahlungen auf das Skrill-Konto selbst liegt je nach Methode zwischen 1 und 2,5 Prozent – Banküberweisungen sind oft günstiger als Kreditkarten. Die Überweisung vom Skrill-Konto zum Buchmacher ist in der Regel gebührenfrei.

Neteller funktioniert nach dem gleichen Prinzip, bietet aber ein abgestuftes VIP-Programm, das für Vielspieler interessant wird. Ab einem bestimmten Transaktionsvolumen sinken die Gebühren, und der Kundenservice wird priorisiert. In der Praxis habe ich beobachtet, dass Neteller-Auszahlungen bei den meisten Buchmachern minimal schneller verarbeitet werden als Skrill – der Unterschied beträgt oft nur wenige Stunden, kann aber bei grösseren Beträgen relevant sein.

Jetzt der entscheidende Punkt für die Schweiz: Beide Dienste funktionieren technisch mit Schweizer Konten. Die Frage ist nur, bei welchem Anbieter man sie einsetzt. Bei Swisslos und Sporttip – den einzigen legalen Optionen – sind weder Skrill noch Neteller als Zahlungsmethode gelistet. Wer die beiden E-Wallets nutzen will, landet zwangsläufig bei ausländischen Buchmachern, die über die Netzsperre blockiert sein können. Das ist kein technisches Hindernis, sondern ein regulatorisches. Und genau diese Unterscheidung übersehen die meisten deutschsprachigen Ratgeber, die den Schweizer und den deutschen Markt in einen Topf werfen.

Trotzdem verdienen Skrill und Neteller ihren Platz in diesem Vergleich. Erstens, weil die Regulierungslandschaft sich ändern kann. Zweitens, weil Schweizer Nutzer, die bei internationalen Anbietern aktiv sind – auf eigenes Risiko -, diese E-Wallets am häufigsten nutzen. Und drittens, weil beide Dienste als Benchmark dienen, an dem sich jede andere Zahlungsmethode messen lassen muss.

Ein Praxishinweis aus meiner Erfahrung: Wer sich bei Skrill oder Neteller registriert, sollte die Verifizierung sofort vollständig abschliessen – Ausweiskopie, Adressnachweis, alles. Unverifizierten Konten werden drastisch niedrigere Limits zugewiesen, und manche Funktionen sind komplett gesperrt. Ich habe Fälle erlebt, in denen Nutzer erst bei der ersten Auszahlung merkten, dass ihr Konto eingeschränkt war – und dann Tage auf die Freigabe warten mussten, während das Geld weder auf dem Wettkonto noch auf dem Bankkonto verfügbar war. Diese Zwischenzustände sind der grösste Frustfaktor bei E-Wallets, und sie lassen sich durch eine saubere Ersteinrichtung fast vollständig vermeiden.

Paysafecard – Anonyme Einzahlung ohne Konto

In einem Kiosk in Zürich habe ich einmal beobachtet, wie ein Kunde drei Paysafecards hintereinander kaufte. Der Kioskbesitzer fragte: „Alles auf einmal?“ Der Kunde murmelte etwas von Geburtstagsgeschenk. Ich kannte den wahren Grund – und genau das macht Paysafecard in der Wettszene so beliebt: Sie ist die letzte wirklich anonyme Einzahlungsmethode.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Man kauft eine Prepaid-Karte an einer physischen Verkaufsstelle – Kiosk, Tankstelle, Poststelle – oder online. Auf der Karte steht ein 16-stelliger PIN-Code. Diesen gibt man beim Wettanbieter ein, und der Betrag wird sofort gutgeschrieben. Kein Bankkonto nötig, keine Kreditkarte, keine Registrierung bei einem Dritten. In der Schweiz sind Paysafecards an über 4000 Verkaufsstellen erhältlich, was die Verfügbarkeit deutlich unkomplizierter macht als bei jedem E-Wallet.

Die Stärke der Paysafecard ist gleichzeitig ihre grösste Schwäche: Auszahlungen sind darüber nicht möglich. Wer Gewinne abheben will, braucht eine zweite Zahlungsmethode – typischerweise eine Banküberweisung. Das bedeutet, dass man für den Wettkreislauf immer zwei Kanäle pflegen muss: einen für die Einzahlung, einen für die Auszahlung. In der Praxis ist das kein Dealbreaker, aber es erfordert etwas Planung.

Ein weiterer Aspekt, den ich aus meiner Erfahrung hervorheben möchte: Die Paysafecard hat ein natürliches Budgetlimit. Man kann nur so viel einzahlen, wie man vorher physisch gekauft hat. Für Spieler, die ihre Ausgaben kontrollieren wollen, ist das ein eingebauter Schutzmechanismus – kein unbegrenztes Nachschieben per Knopfdruck. Im Kontext des Spielerschutzes ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Zur Verfügbarkeit im legalen Schweizer Markt: Paysafecard wird von einigen Online-Anbietern als Zahlungsoption angeboten, die genaue Akzeptanz hängt aber vom jeweiligen Anbieter ab und kann sich ändern. Was sich nicht ändert, ist das Grundprinzip der Methode – Bargeld in einen digitalen Code umwandeln und diesen Code als Einzahlung nutzen. Es gibt Stückelungen von 10, 25, 50 und 100 Franken, wobei sich bis zu zehn Codes in einem my-paysafecard-Konto kombinieren lassen, um höhere Einzahlungen zu tätigen. Das Konto selbst ist kostenlos, erfordert aber eine Registrierung – womit ein Teil der Anonymität verloren geht. Der Handel mit nicht eingelösten Paysafecards über Drittanbieter oder Foren ist übrigens mit erheblichem Betrugsrisiko verbunden und grundsätzlich abzuraten.

Kreditkarte und Banküberweisung im Wettkontext

68 Prozent der Konsumenten weltweit halten es für sehr wichtig, mit einer Marke zu bezahlen, der sie vertrauen. Diese Zahl aus einer Forrester-Studie erklärt, warum Visa und Mastercard bei Sportwetten nach wie vor zu den meistgenutzten Methoden gehören – auch wenn E-Wallets und mobile Zahlungen ihnen zunehmend Marktanteile abnehmen.

Bei Swisslos und Sporttip sind Kreditkarten eine der standardmässig verfügbaren Zahlungsoptionen. Die Einzahlung funktioniert wie bei jedem Online-Einkauf: Kartennummer, Ablaufdatum, CVV eingeben, Betrag bestätigen. Die Gutschrift erfolgt sofort. Bei Auszahlungen sieht es anders aus – der Rückweg auf die Kreditkarte dauert in der Regel zwei bis fünf Werktage, und nicht jeder Anbieter unterstützt diese Option überhaupt.

Die Banküberweisung ist dagegen der Dinosaurier unter den Zahlungsmethoden – langsam, aber zuverlässig. Wer keine E-Wallets und keine Kreditkarten nutzen will, kann bei den meisten Anbietern per klassischer Überweisung einzahlen. Die Bearbeitungszeit liegt bei ein bis drei Werktagen, was für spontane Livewetten natürlich unpraktisch ist. Dafür fallen bei Inlandüberweisungen in der Schweiz kaum Gebühren an, und der Geldfluss bleibt vollständig innerhalb des regulierten Bankensystems.

Einen Aspekt sollte man bei Kreditkarten nicht übersehen: Manche Schweizer Banken kategorisieren Einzahlungen bei Wettanbietern als „Glücksspiel-Transaktion“ und blockieren sie automatisch. Das ist nicht die Regel, kommt aber vor. In solchen Fällen hilft ein kurzer Anruf bei der Kartenherausgeberin – oder der Wechsel auf eine andere Methode. Wer den direktesten und unkompliziertesten Weg zur Einzahlung sucht, fährt mit der Kreditkarte trotzdem am besten, solange man bei einem legalen Anbieter spielt.

Ein Punkt, den Gelegenheitsspieler oft unterschätzen: Die Kreditkartenabrechnung dokumentiert jede Transaktion mit Datum und Anbieter. Wer sein Wettverhalten im Blick behalten will, hat damit automatisch eine lückenlose Übersicht über alle Einzahlungen. Das klingt banal, ist aber ein praktischer Vorteil gegenüber Bargeld-nahen Methoden wie der Paysafecard, bei denen Einzahlungen leichter unter dem Radar verschwinden. Gleichzeitig bedeutet es, dass Partner, Steuerberater oder andere Personen mit Zugang zur Abrechnung die Wettaktivität sehen können – je nach Situation ein Vorteil oder ein Nachteil.

Die Banküberweisung bleibt trotz ihrer Langsamkeit eine relevante Option für Auszahlungen. Viele Wettanbieter bieten sie als Standard-Auszahlungsmethode an, wenn keine andere Methode hinterlegt ist. Die Überweisungsdauer variiert zwischen einem und drei Werktagen, in Ausnahmefällen auch länger. Wer regelmässig wettet und schnelle Auszahlungen braucht, sollte sich nicht auf die Banküberweisung allein verlassen, sondern eine schnellere Methode für die Auszahlung einrichten.

Kryptowährungen und neue Zahlungswege

Alle paar Monate fragt mich jemand: „Was ist mit Bitcoin? Umgeht das nicht alles?“ Die Antwort ist ja – und genau das ist das Problem.

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin ermöglichen Einzahlungen bei bestimmten internationalen Buchmachern, ohne dass eine Bank oder ein Zahlungsdienstleister dazwischengeschaltet ist. Keine Gebühren durch Dritte, keine Identitätsprüfung auf der Zahlungsebene, keine Landesgrenzen. Technisch elegant. Regulatorisch heikel.

Denn das Schweizer Geldspielgesetz unterscheidet nicht zwischen Franken und Bitcoin. Wer bei einem nicht lizenzierten Anbieter spielt, bewegt sich unabhängig von der Zahlungsmethode in einer rechtlichen Grauzone. Die Netzsperre betrifft die Webseite des Anbieters, nicht den Zahlungsweg – und VPN-Umgehungen sind zwar technisch einfach, aber rechtlich fragwürdig. Hinzu kommt die Volatilität: Wer 100 Franken in Bitcoin einzahlt, hat nach einer Stunde vielleicht nur noch 92 Franken Gegenwert auf dem Wettkonto, oder 108. Das Wettrisiko wird durch ein Währungsrisiko ergänzt, das sich nicht kontrollieren lässt.

Mein ehrliches Fazit zu Krypto im Wettbereich: Für technisch versierte Nutzer, die das regulatorische Risiko bewusst eingehen und die Volatilität managen können, ist es eine funktionierende Option. Für die grosse Mehrheit der Schweizer Sportwetten-Fans gibt es einfachere und sicherere Wege.

Was allerdings erwähnenswert ist: Die Schweiz hat eine vergleichsweise kryptofreundliche Regulierung im Allgemeinen. Das „Crypto Valley“ rund um Zug hat internationales Renommee. Diese Offenheit erstreckt sich aber nicht auf den Glücksspielbereich, wo das Geldspielgesetz den Rahmen setzt – unabhängig davon, ob mit Franken, Euro oder Bitcoin bezahlt wird. Wer also argumentiert, Krypto-Wetten seien in der Schweiz eine Art Freipass, liegt falsch. Die regulatorische Hürde ist nicht die Zahlungsmethode, sondern der Anbieter. Und ein nicht lizenzierter Anbieter bleibt nicht lizenziert, egal ob er Bitcoin oder Banküberweisungen akzeptiert.

Alle Alternativen im direkten Vergleich

Fast 80 Prozent der Schweizer Sportwetten-Nutzer setzen ihre Wetten über Internet oder mobile Apps. Das bedeutet: Die Zahlungsmethode muss digital funktionieren, schnell sein und möglichst wenig Reibung erzeugen. Aber welche Methode erfüllt das am besten?

Ich bewerte Zahlungsmethoden für Sportwetten anhand von vier Kriterien: Geschwindigkeit der Einzahlung, Geschwindigkeit der Auszahlung, Gebühren und Verfügbarkeit bei legalen Schweizer Anbietern. Der letzte Punkt ist der entscheidende – und derjenige, den die meisten Vergleiche im deutschsprachigen Raum ignorieren.

Kreditkarten bieten sofortige Einzahlung, brauchen aber zwei bis fünf Tage für Auszahlungen. Gebühren fallen in der Regel keine an, und sie sind bei Swisslos direkt verfügbar. Damit sind sie für den legalen Schweizer Markt die unkomplizierteste Wahl. TWINT – die Schweizer Mobile-Payment-Lösung – punktet ebenfalls mit Soforteinzahlung und ist bei Sporttip integriert. Die Auszahlung über TWINT ist allerdings nicht bei allen Anbietern möglich, und die Transaktionslimits können je nach TWINT-App und Bank variieren. Wer sich für TWINT als Zahlungsmethode bei Sportwetten interessiert, findet dort eine detaillierte Analyse.

Skrill und Neteller bieten in beiden Richtungen schnelle Transaktionen – Einzahlung sofort, Auszahlung oft innerhalb von 24 Stunden. Ihre Stärke liegt im internationalen Wettmarkt, nicht im regulierten Schweizer Markt. Paysafecard ist bei der Einzahlung unschlagbar einfach und anonym, scheitert aber an der Auszahlung. Die Banküberweisung ist in beiden Richtungen langsam, dafür gebührenfrei und überall akzeptiert.

Was in dieser Aufstellung auffällt: Keine einzelne Methode ist in allen vier Kriterien die beste. Kreditkarte und TWINT dominieren im legalen Schweizer Markt. Skrill und Neteller dominieren international. Paysafecard ist die Nischenlösung für budgetbewusste Einzahler. Die optimale Wahl hängt davon ab, wo und wie man wettet – nicht davon, welche Methode im Allgemeinen „die beste“ ist.

In meiner Beratungspraxis empfehle ich Schweizer Wettfans oft eine Kombination aus zwei Methoden: eine für die Einzahlung und eine für die Auszahlung. Kreditkarte plus Banküberweisung ist die unkomplizierteste Kombination für den legalen Markt. TWINT plus Banküberweisung funktioniert genauso gut, ist aber auf Anbieter beschränkt, die TWINT integriert haben. Wer international unterwegs ist, nutzt Skrill oder Neteller für beides – und akzeptiert die Gebühren, die beim Aufladen des E-Wallet-Kontos anfallen, als Preis für die Geschwindigkeit.

Ein letzter Gedanke zum Vergleich: Die beste Zahlungsmethode ist die, über die man nicht nachdenken muss. Wenn die Einzahlung drei Klicks braucht und die Auszahlung am nächsten Tag auf dem Konto ist, hat die Methode ihren Job gemacht. Alles darüber hinaus – VIP-Programme, Bonuspunkte, Cashback – ist nett, aber nicht entscheidend. Im Wettbereich zählt die Friktionsfreiheit mehr als jedes Zusatzfeature.

Der JetonCash-MiFinity-Umweg – Funktioniert das?

In Wettforen taucht regelmässig ein vermeintlicher Geheimtipp auf: Man zahlt mit PayPal auf ein JetonCash- oder MiFinity-Konto ein und von dort auf das Wettkonto. PayPal sieht nur eine Zahlung an einen E-Wallet-Dienst, nicht an einen Buchmacher. Klingt clever. Ist es auch – auf dem Papier.

In der Praxis habe ich diesen Umweg mehrfach analysiert und mit Nutzern gesprochen, die ihn ausprobiert haben. Das Grundproblem: PayPals Acceptable Use Policy verbietet die Nutzung des Dienstes für Glücksspieltransaktionen, sofern der Händler nicht von PayPal zugelassen wurde. Die Formulierung ist bewusst weit gefasst. PayPal überwacht Transaktionsmuster mit algorithmischen Systemen, und regelmässige Zahlungen an bekannte Gambling-Zwischendienstleister können zur Kontosperrung führen – auch wenn die einzelne Transaktion oberflächlich legal aussieht.

Selbst wenn die Zahlung durchgeht, bleibt ein zweites Problem: Die Gebühren addieren sich. PayPal zu JetonCash – Gebühr. JetonCash zum Buchmacher – Gebühr. Buchmacher zu JetonCash für die Auszahlung – Gebühr. JetonCash zurück auf das Bankkonto – Gebühr. Bei einem Einzahlungsbetrag von 100 Franken können so schnell 5 bis 8 Franken an Transaktionskosten zusammenkommen. Bei kleinen Beträgen frisst das die Marge.

Meine klare Einschätzung: Der Umweg funktioniert technisch, ist aber weder kosteneffizient noch risikofrei. Wer sein PayPal-Konto für den Alltag braucht – Online-Shopping, Rechnungen, Überweisungen an Freunde – sollte es nicht durch Gambling-nahe Transaktionen gefährden. Die direkten Alternativen sind schlicht besser.

Hinzu kommt ein psychologischer Aspekt, den ich nicht verschweigen möchte: Der Umweg über mehrere Dienste schafft eine Distanz zwischen dem eigenen Bankkonto und dem Wetteinsatz. Man „sieht“ das Geld nicht mehr als Teil des eigenen Budgets, weil es durch zwei Zwischenstationen gewandert ist. In der Verhaltensökonomie nennt man das „mental accounting“ – und im Kontext von Sportwetten kann es dazu führen, dass man mehr einsetzt, als man eigentlich wollte. Es ist ein kleiner Effekt, aber bei regelmässiger Nutzung summiert er sich. Wer den Überblick über seine Ausgaben behalten will, fährt mit einer direkten Zahlungsmethode – Kreditkarte, TWINT, Banküberweisung – besser als mit jeder Art von Zwischenschritt.

Die beste Wahl hängt vom Spielverhalten ab

Nach sieben Jahren im Bereich digitaler Zahlungsmethoden für Sportwetten bin ich überzeugt: Die Frage „Was ersetzt PayPal?“ ist falsch gestellt. Die richtige Frage lautet: „Wie wette ich, und welche Methode passt dazu?“

Wer ausschliesslich bei legalen Schweizer Anbietern spielt – und das ist der Weg, den ich empfehle – kommt mit Kreditkarte oder TWINT am weitesten. Beide sind bei Swisslos und Sporttip direkt verfügbar, sofort und weitgehend gebührenfrei. Wer Wert auf Budgetkontrolle legt, ergänzt mit Paysafecard für Einzahlungen und nutzt die Banküberweisung für Auszahlungen. Diese Kombination deckt alle Szenarien ab, die im legalen Schweizer Markt auftreten können.

Für den internationalen Wettmarkt – mit allen regulatorischen Vorbehalten – sind Skrill und Neteller nach wie vor die Referenz. Sie sind schnell, weit akzeptiert und bieten für Vielspieler attraktive Konditionen. Kryptowährungen bleiben eine Nischenoption für technisch versierte Nutzer mit hoher Risikobereitschaft. Der JetonCash-MiFinity-Umweg über PayPal ist technisch möglich, aber mit Kosten und Risiken behaftet, die den Aufwand selten rechtfertigen.

PayPal wird in diesem Bild absehbar keine Rolle spielen. Die Kombination aus Schweizer Geldspielgesetz und PayPals eigener Glücksspielrichtlinie macht eine Öffnung in naher Zukunft unwahrscheinlich. Mit 439 Millionen aktiven Accounts ist PayPal ein Gigant im globalen Zahlungsverkehr, aber für den Schweizer Wettmarkt ist das irrelevant. Hier zählt nicht die globale Reichweite, sondern die lokale Verfügbarkeit. Und die ist bei PayPal gleich null.

Wer das akzeptiert, spart sich Frustration – und findet schnell die Methode, die für das eigene Wettverhalten tatsächlich funktioniert. Die Alternativen sind da, sie sind erprobt, und sie decken jeden Spielertyp ab. Der einzige Schritt, der nötig ist: aufhören, nach PayPal zu suchen, und anfangen, die vorhandenen Optionen zu nutzen.

Was Schweizer Wettfans über Zahlungsalternativen wissen wollen

Was ist der Unterschied zwischen Skrill, Neteller und PayPal für Sportwetten?

Skrill und Neteller wurden gezielt für den Wettmarkt entwickelt und sind bei internationalen Buchmachern breit akzeptiert. PayPal dagegen schliesst Glücksspieltransaktionen in der Schweiz über seine Nutzungsrichtlinien aus. Skrill und Neteller bieten zudem schnellere Auszahlungen als PayPal bei vergleichbaren Gebührenstrukturen. Der Hauptunterschied: PayPal funktioniert in der Schweiz nicht für Sportwetten, Skrill und Neteller grundsätzlich schon – allerdings nicht bei legalen Schweizer Anbietern wie Swisslos.

Kann ich mit Paysafecard anonym auf Sportwetten einzahlen?

Ja, die Paysafecard ermöglicht anonyme Einzahlungen über einen 16-stelligen PIN-Code, der an Verkaufsstellen wie Kiosken oder Tankstellen erworben wird. Es ist kein Bankkonto oder E-Wallet nötig. Die Anonymität gilt allerdings nur für die Einzahlung – für Auszahlungen braucht man eine andere Methode, bei der in der Regel eine Identitätsprüfung erforderlich ist.

Wie funktioniert der Workaround über JetonCash oder MiFinity?

Der Umweg läuft so: Man zahlt mit PayPal auf ein JetonCash- oder MiFinity-Konto ein und überweist von dort auf das Wettkonto. Technisch funktioniert das, birgt aber Risiken. PayPal überwacht Transaktionsmuster und kann Konten sperren, die regelmässig an Gambling-nahe Dienste zahlen. Ausserdem addieren sich die Gebühren bei jedem Zwischenschritt, was den Umweg teurer macht als eine direkte Einzahlung über Kreditkarte oder Banküberweisung.

Welche Zahlungsmethode hat die niedrigsten Gebühren für Schweizer Wettfans?

Bei legalen Schweizer Anbietern fallen für Kreditkarten- und TWINT-Einzahlungen in der Regel keine Transaktionsgebühren an. Die Banküberweisung ist ebenfalls gebührenfrei, aber deutlich langsamer. Skrill und Neteller erheben Gebühren beim Aufladen des E-Wallet-Kontos, die Überweisung zum Buchmacher ist dann meist kostenlos. Die günstigste Option insgesamt ist die Kreditkarte bei einem legalen Anbieter – null Gebühren, sofortige Gutschrift.

Erstellt von der Redaktion von „Paypal Wetten“.